Die Ziele
Der Gebäudesektor steht vor der Herausforderung, den energetischen Sanierungsbedarf zu bewältigen, um die Klimaziele zu erreichen. Die serielle Sanierung mit vorgefertigten Holzelementen stellt eine vielversprechende Lösung dar, ist jedoch am österreichischen Markt noch nicht etabliert.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Branchenstandards, die langfristig der Holzbaubranche zugutekommen.
Diese Standards setzen sich zusammen aus:
- Identifizierung und Entwicklung von Referenzmodulen für verschiedene Gebäudetypen
- Standardisierten Prozessen und Vorlagen
- Effizienter Integration von Haustechnikkomponenten in modulare Lösungen
- Lösungsansätzen für bauphysikalische Herausforderungen
Die Projektphasen
Zentrale Bestandteile des Projekts umfassen:
Erstellung digitaler Zwillinge
- zur Simulation technischer Abläufe
- zur frühzeitigen Identifikation von Schnittstellenproblemen
Entwicklung optimierter Prozesse für die serielle Sanierung
- zur Behebung technischer Schwachstellen
- zur Verbesserung organisatorischer Abläufe
Integration von Nachhaltigkeitsaspekten durch:
- Lebenszyklusanalysen (LCA)
- ökonomische Bewertung (LCC)
SeRenoWood strebt an, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor zu leisten und die Sanierungsrate signifikant zu erhöhen.
Zwischenergebnisse
Im Projekt SeRenoWood werden Grundlagen und Werkzeuge entwickelt, mit denen serielle Sanierungen mit Holz und integrierter Haustechnik künftig einfacher geplant, bewertet und umgesetzt werden können. Die bisherigen Arbeiten reichen von der Bewertung einzelner Gebäude bis zur Analyse größerer Immobilienbestände.
Bewertungstool für Bestandsgebäude
Ein neu entwickelter Kriterienkatalog ermöglicht eine erste, strukturierte Einschätzung, ob sich ein Bestandsgebäude für eine serielle Sanierung eignet. Das übersichtliche Bewertungstool unterstützt Eigentümer:innen, Planer:innen und Wohnbauträger dabei, geeignete Gebäude frühzeitig zu erkennen und den weiteren Untersuchungsbedarf abzuschätzen.
Definition von Gebäudetypen
Da sich Bestandsgebäude hinsichtlich Bauweise, Alter und Konstruktion stark unterscheiden, werden im Projekt typische Gebäudeklassen systematisch erfasst. Die Typisierung schafft eine gemeinsame Grundlage, um wiederkehrende Merkmale zu erkennen und passende serielle Sanierungslösungen für unterschiedliche Gebäudetypen zu entwickeln.
Portfolioanalyse
Mit der Portfolioanalyse können größere Gebäudebestände untersucht und jene Objekte identifiziert werden, die sich besonders gut für eine serielle Sanierung eignen. Dazu werden vorhandene Gebäudedaten ausgewertet, vergleichbare Objekte zusammengefasst und mögliche Sanierungscluster gebildet. So können Eigentümer:innen ihre Bestände strategisch priorisieren.
Archetypen und Anforderungen
Für die definierten Gebäudetypen werden Archetypen und konkrete Anforderungsprofile erarbeitet. Darin werden technische, bauliche, regulatorische und rechtliche Anforderungen ebenso berücksichtigt wie die Bedürfnisse der Auftraggeber:innen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung geeigneter Sanierungsmodule und standardisierter Lösungen.
Aktivitäten
Mai 2025 Workshop Kick-Off
Mai 2025 | Wien
Gemeinsamer Start des Projekts mit über 20 Akteur:innen aus Holzbau, Haustechnik und Eigentümer:innenseite. In interaktiven Workshops wurden zentrale Themen wie Standardisierung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und nachhaltige Sanierungslösungen identifiziert.
Oktober 2025 Werksbegehung bei Weissenseer Holz-System-Bau
Oktober 2025 | Greifenburg
Praxiseinblick in die Modulproduktion: Die Teilnehmenden erlebten live, wie vorgefertigte Holzmodule gefertigt und Haustechnikkomponenten bereits in der Vorfertigung integriert werden.
November 2025 Kompetenzgruppetreffen
November 2025 | Steiererhof, Graz
Fachlicher Austausch in drei Workshops zu Archetypen, Bewertungstool und Referenzmodulen. Expert:innen aus Holzbau, Haustechnik und Forschung erarbeiteten Pflichtenhefte, testeten den Kriterienkatalog mit Eigentümer:innen und optimierten Modulaufbauten für Dämmung, Luftdichtheit und Kostenreduktion.
Jänner & März 2026 Workshop zu Referenzmodulen & Haustechnik
Jänner & März 2026 | Holzcluster Steiermark & Wien
Fachlicher Austausch zur Optimierung von Modulaufbauten für verschiedene Gebäudeklassen. Experten aus Planung, Bauphysik und Ausführung diskutierten Pflichtenhefte, technische Anforderungen (Schallschutz, Brandschutz, Luftdichtheit) und Integrationslösungen für Heiz-, Kühl- und Lüftungskomponenten in vorgefertigte Fassadenmodule.
März 2026 Podcast-Auftritt im „Architektur & Bau Forum“
März 2026 | Wien
Cornelia Ninaus und Susanne Formanek stellten im Fachpodcast des Österreichischen Wirtschaftsverlags die Grundlagen der seriellen Sanierung und das Projekt SeRenoWood vor. Zielgruppe: Architekt:innen, Planer:innen, Bauausführende und Entscheider:innen aus Handwerk und Bau.
März 2026 Workshop beim BauZ!
23. März 2026 | TU Wien
Fachlicher Austausch zu serieller Sanierung, Holzbau und Planungswerkzeugen. Präsentationen zu CIRCON (Taxonomiefähigkeit), SeRenoWood (Bewertungstool, Gebäudetypisierung) und Holzforschung Austria. Diskussion zu mechanischen Verbindungen, Zirkularität und Standardisierung für nachhaltige Sanierungslösungen.
April 2026 Vorstellung von SeRenoWood beim Forum Serielle Sanierung
22. April 2026 | Online
Im Rahmen des 4. Forum Serielle Sanierung im April 2026 wurden die Zwischenergebnisse des Projekts SeRenoWood vorgestellt.Ein etabliertes Format für den strukturierten Austausch zu technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Fragestellungen. Mit bis zu 57 Teilnehmenden pro Veranstaltung werden Studien, Umsetzungsprojekte und internationale Erfahrungen diskutiert.
Mai 2026 3. Konsortialmeeting
05. Mai 2026 | Wien
Abstimmung des Projektfortschritts und der nächsten Schritte mit allen Partnern. Fachlicher Austausch zu Zwischenergebnissen, Koordination der Arbeitspakete und gemeinsame Planung des nächsten Projektjahrs für die Entwicklung von Standards und Lösungen.
Monatliche Jour Fixe Termine
Monatlich | Online
Regelmäßige Abstimmung zu Arbeitspaketen, Deliverables und organisatorischen Fragen. Systematische Klärung offener Punkte und Abstimmung von Zwischenergebnissen für eine effiziente Projektumsetzung.
Das Konsortium
Projektleitung
Forschungsteam
Beratung
Involvierte Interessensgruppen
- Brucker Wohnbau- und Siedlungsvereinigung reg.Gen.m.b.H.
- ENW Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft m.b.H.
- GBV – Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
- GWS Gemeinnützige Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen m.b.H.
- Niersberger Group
- ÖWG Wohnbau
- Rottenmanner gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft reg.Gen.m.b.H.
- Sozialbau AGl
Branchenbeteiligte
- dhs-raumklimasysteme GmbH
- ELK TECH Produktions- und Handels GmbH
- Gaulhofer Industrie-Holding GmbH
- Genböck Haus Genböck & Möseneder GmbH
- Graf Holztechnik GmbH
- Gasokol GMBH
- Handler Bau GmbH
- Vinzenz Harrer GmbH
- Hartl Haus Holzindustrie GmbH
- Kulmer Bau GmbH
- Lieb Bau Weiz GmbH & Co KG
- m.o energy systems GmbH
- Pichler Lufttechnik GmbH
- KMT Prefab OÜ
- Rubner Holzbau GmbH
- Strobl Bau – Holzbau GmbH
- TROX Austria GmbH
- Weissenseer Holz-System-Bau GmbH
Projektförderung
Gefördert wird SeRenoWood im Rahmen der FTI-Initiative Kreislaufwirtschaft durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
Kontakt
Wenn Sie auch Teil des Konsortiums sein wollen, kontaktieren Sie uns!
Über unser Kontaktformular können Sie direkt mit den Experten von AEE INTEC in Verbindung treten. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung